Margarete Weidling-Roehse

Bildhauerin - Emailleurin | Galerie Feuerfarben - Berlin

zu Gast

März 2021 : Heinke Reuter

einfach mal blaumachen…

Heinke Reuter zeigt Cyanotypien und Spaltschnitte, in
denen die Farbe Blau dominiert. „In der Cyanotypie starte ich mit meiner Idee, den Objekten,
und lasse das Licht damit spielen – Zufälliges entsteht, leichte, teils transparente
LichtKunst. Auch bei den Spaltschnitten spielt das Licht seine Rolle, wirft Schatten und
verwandelt Monochromie in Grafik.“

Heinke Reuters Arbeiten korrespondieren farblich mit Emailbildern von Margarete
Weidling-Roehse, stellen gleichzeitig mit ihren samtigen Papieroberflächen
einen Kontrast zu den lichtreflektierenden Farbschichten auf den Emailbildplatten dar.
Blau ist eine spröde Farbe mit vielen Gesichtern, himmlisch fern, den Elementen Luft und
Wasser zugeschrieben, royal und romantisch verklärt und doch als Blau-Mann sehr
alltäglich. Traurige Klänge und Stimmungen erzeugt das Blau; immer wieder wurde und
wird es in der Kunst obsessiv in „blauen Perioden“ verwendet.

Wir laden ein zu einer Reise ins Blaue

Dezember 2020 : Anna Abel

Im Dezember bietet die Galerie Feuerfarben ein Programm mit Glanz und Farbe: 

Anna Abel (ver-)führt mit ihren Bildern, übermalten Fotografien, die Betrachter*in in eine andere Wirklichkeit, zur Reise in Gedanken (ein veritabler Ersatz für Fotosafaris und andere touristische Vergnügungen!). Spiegelungen und Unschärfen zwingen zum genauen Hinschauen. Anna Abel bearbeitet ihre Fotografien mit Farbe, Pinsel und Spachtel, so entstehen neue Bildräume.

Anna Abels Arbeiten korrespondieren mit den surrealen, von archetypischen Gestalten bewohnten Emaillebildern von Margarete Weidling-Roehse. 

Beide Künstlerinnen sind Glanz und Farbe verfallen, Halsketten von Anna Abel und Emaillebroschen und -anhänger von Margarete Weidling-Roehse sind Ergebnisse von spielerischem Materialvergnügen, Gestaltungslust und Freude am Dekor. 

In meiner Arbeit setze ich mich immer wieder mit pflanzlichen Formen auseinander. Im Laufe der Jahre gab es dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Collagen, für die ich Bögen mit verschiedenen Malmitteln koloriert habe. Lange hat mich die Farbe Weiss beschäftigt. Durch wiederholte Übermalungen, nicht selten über Monate, entstanden weiße Bildräume ohne Gegenstandsbezug. In wechselndem Licht und von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet, zeigen sich andere Tönungen,Strukturen und Schatten. Seit einigen Jahren verbinde ich Fotografie mit Malerei. Als die Farbfotografie noch nicht verbreitet war, wurden Fotos handkoloriert. Dies manchmal so stark, dass auf den ersten Blick nicht zu erkennen war, ob es sich um Fotografie oder Malerei handelt. Eine Irritation, die sich vor den Bildern der Photorealisten und noch später vor computergenerierten Fotografien, die aussahen wie Malerei, wiederholte. Ich hatte Lust diesen Weg noch einmal zurück zu gehen und meine digitalen Fotografien analog zu bearbeiten. Mit Acryl und Tusche, Pinsel und Spachtel, im Spannungsfeld zwischen der Anregung durch das Vorhandene und der Lust auf neue Bildaussagen. Den Grundstock für meine Schmuckproduktion habe ich in einem Keller gefunden. Dort lagerten in ungezählten Kartons die schönsten Kunststoffperlen. Zu denen gesellten sich im Laufe der Zeit viele andere Materialien: Glas und Zuchtperlen, Edelsteine, Muscheln, Horn, Lava und Metall, Ob Perlen ‚echt‘ sind oder nicht, ist für mich nicht entscheidend. Schön müssen sie sein und das sind sie, wenn sie mich zum Gestalten anregen.

Credo – Anja Abel

November 2020 : Fatma Doğan

Aus Farbe wird Stimmung und Licht:
surreale Landschaften und abstrakte Kompositionen

Die Galerie Feuerfarben präsentiert eine besondere Begegnung:
Die Malerin Fatma Doğan, Jahrgang 1983, trifft auf Margarete Weidling-Roehse,
Bildhauerin und Emailleurin, 1923 – 2003.
Doğan: „Über Generationen hinweg eint uns die Freude an Farbe und dem, was man
damit erzeugen kann: Spannung, Stimmung, Tiefe. Souveräner Umgang mit der Technik,
Mut und Experimentierfreude prägen die Arbeiten von Weidling-Roehse – zeitlose
Voraussetzungen für künstlerisches Schaffen, denen auch ich mich verpflichtet fühle.“

Die Ausstellungsbesucher*innen werden einbezogen in einen Dialog zwischen Doğans
Öl-/Acrylbildern und Aquarellen und Weidling-Roehses Emailbildern. Bei beiden
Künstlerinnen symbolisieren Landschaften Lebensorte – Erinnerungsorte –
Sehnsuchtsorte, die imaginäre menschliche Kreaturen bewohnen. Wir versetzen uns
hinein, gesellen uns hinzu und werden gewahr – eine bereichernde Erfahrung.

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